Direkt zum Inhalt.

Die Preisverleihung der „Goldenen Leslie“

Vera Reiß, Waltraut Lewin

Waldtraut Lewin ist die diesjährige Preisträgerin der "Goldenen Leslie". Ihr wurde die Auszeichnung am 19. 11 von Staatssekretärin Vera Reiß im Rahmen einer Feierstunde in Mainz überreicht. Das Prämierungsverfahren in die Hände der jugendlichen Leserinnen und Leser zu legen, heißt das Erfolgsrezept des Wettbewerbs, an dem sich in diesem Jahr wieder über zweihundert rheinland-pfälzische Schülerinnen und Schüler beteiligten. „Diese Resonanz zeigt deutlich, dass die Auseinandersetzung mit Büchern und das kritische Lesen einen großen Stellenwert bei unseren Jugendlichen besitzt“, so die Staatssekretärin bei der Verleihung im Bildungsministerium in Mainz, die von der SWR-Journalistin Sabine Hampel moderiert wurde.

Waldtraut Lewin freute sich ganz besonders darüber, dass sie von einer Jugendjury ausgezeichnet wurde: "Solche intelligenten, verständnisvollen Resonanzen und so viel Liebe zu meinem Buch gehen natürlich runter wie Öl", sagte die Autorin. Die Jugendjury war begeistert davon, Waldtraut Lewin persönlich kennen zu lernen und der Autorin im Gespräch Fragen stellen zu können.

Die Pressemeldung finden Sie hier

Goldene Leslie 2008 - Unser Gewinner

Drei Zeichen sind ein Wort, cbj 2007

Waldtraut Lewin - Drei Zeichen sind ein Wort In den französischen Pyrenäen erfährt die Berlinerin Leonie Lasker 1923 erstmals von ihrer jüdischen Herkunft und wird mit einer eigentümlichen Mission betraut: Ihre Urgroßmutter hat Visionen von ungeheurem Leid, das den Juden widerfahren wird, und bittet Leonie, die drei goldenen Buchstaben des hebräischen Wortes „Emeth“ (Wahrheit) zu finden, die auf ihre in Berlin, Wien und Spanien lebenden Brüder verteilt wurden.

Die Suche nach dem ersten Zeichen führt Leonie ins Scheunenviertel ihrer Heimatstadt, zum jüdischen Theater ihres Onkels. Als sie sich in den Heldendarsteller Schlomo verliebt, kommt es zum Zerwürfnis mit ihrem völkisch gesinnten Vater. Dann steht das Theater plötzlich lichterloh in Flammen ...

"Die Story ist wunderschön, spannend und das Ende unvorhersehbar" und "Man kann sich sehr gut hineinfühlen und gewinnt Erkenntnisse, die im Geschichtsunterricht der Schule nicht rübergebracht werden", so die begeisterten Kommentare der Juroren.

Die Autorin

Waldtraut LewinWaldtraut Lewin, geboren 1937, studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Berlin und arbeitete als Opernübersetzerin, Dramaturgin und Regisseurin zunächst am Landestheater Halle und dann am Volkstheater Rostock. Seit 1978 lebt sie als freischaffende Autorin von Romanen, Hörspielen und Drehbüchern, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Seit 1995 schreibt sie Jugendromane. (Foto: Random House)

Die Preisverleihung

Die Preisverleihung findet am Mittwoch, den 19. November, um 14.00 Uhr im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz (Mittlere Bleiche 61) in Mainz statt. Das Preisgeld von 2000 € und eine Statue der "Goldenen Leslie" werden der Autorin von Ministerin Doris Ahnen überreicht.
Entritt frei!

Die Jugendjury

Annika Becker (13) aus Schifferstadt

Annika BeckerWas glaubst du, zeichnet ein gutes Jugendbuch aus?
Ich denke, ein gutes Jugendbuch zeichnet sich dadurch aus, dass nicht nur die heile Welt, sondern auch die knallharte Realität, wie zum Beispiel Gewalt an Schulen, dargestellt wird. Oder aber, dass es fantasievoll ist und zum Träumen anleitet. Außerdem muss es spannend sein, es darf nie langweilig werden. Es sollten nicht zu viele Personen vorkommen, da das dann schnell verwirrend für den Leser wird.

Was ist dein absolutes Lieblingsbuch?
„Seide und Schwert – Das Wolkenvolk“ von Kai Meyer (1. Band der Reihe „Das Wolkenvolk“)

Anna-Carina Blessmann (14) aus Rheinbrohl

Anna-Carina BlessmannWas glaubst du, zeichnet ein gutes Jugendbuch aus?
Ein gutes Jugendbuch muss für mich ein spannendes Thema haben, das Jugendliche wirklich interessiert. Ein Protagonist im Alter des Lesers ist ansprechend, da er sich im besten Fall so ausdrückt wie der Leser und dieser die Gefühlswelt des Protagonisten verstehen kann. Die Geschichte, die ein Jugendbuch erzählt, muss im realen Leben möglich, darf aber keineswegs gewöhnlich sein. Bei einem Fantasyjugendbuch ist es natürlich so, dass die Geschichte unbedingt ungewöhnlich und nicht alltäglich sein sollte. Je mehr fantasievolle und im Rahmen der Erzählung plausible Einfälle, desto packender ist die Geschichte.

Was ist dein absolutes Lieblingsbuch?
Meine beiden absoluten Lieblingsbücher sind "Herr der Fliegen" und "Peter und die Sternenfänger". Da sie beide völlig verschieden sind - "Herr der Fliegen" zeigt drastisch, wie sich eine Gesellschaft entwickeln kann, "Peter und die Sternenfänger" ist eine tolle Fantasygeschichte - kann man sie nicht vergleichen und keins ist besser als das andere. Eben zwei absolute Lieblingsbücher!

Franziska Julia Mewes (12) aus Mainz

Frabziska Julia MewesWas glaubst du, zeichnet ein gutes Jugendbuch aus?
Ein gutes Jugendbuch zeichnet aus, dass es in einer jugendgerechten Sprache geschrieben ist, also nicht zu schwer ist. Außerdem sollte es sich um ein Thema handeln, das Jugendliche anspricht und auch verstehen können. Das Buch sollte auch Spannung erzeugen und lebendig erzählt sein.

Was ist dein absolutes Lieblingsbuch?
Mein Lieblingsbuch ist "Die Herrscherin der Eismark" von Stuart Hill.

Nico Nauditt-Spieß (15) aus Grünstadt

Nico Nauditt-SpießWas glaubst du, zeichnet ein gutes Jugendbuch aus?
Meiner Meinung nach, sollte ein Jugendbuch vor allem eine spannende Geschichte erzählen, da es sehr viele Jugendliche gibt, die sich noch mit dem Lesen von längeren Romanen ohne Spannung, schwer tun. Für mich persönlich sind vor allem die Charaktere des Romans sehr wichtig. Man merkt sehr schnell, ob sich ein Autor viel Mühe mit dessen Persönlichkeit gegeben hat oder nicht. Dabei kommt es vor allem auf die Kleinigkeiten an. Außerdem finde ich es immer toll, wenn mit den Gefühlen des Lesers ein wenig gespielt wird. Zum Beispiel, wenn man sehr lange von einer Person liest, dessen Leben schon fast auswendig kennt und auch dessen Gefühle teilt. Wenn es dann zum Höhepunkt der Zuneigung kommt, folgt meistens irgendein dramatisches Erlebnis mit dieser Person. So rast man förmlich von der Idylle mit Vollgas gegen eine Mauer, die der Autor gebaut hat und den Leser direkt mitleiden lässt.

Was ist dein absolutes Lieblingsbuch?
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich kein Buch habe, das mich total fasziniert. Es gibt einige, die mehr sehr gut gefallen und die ich noch einmal lesen werde. Dazu gehören auf jeden Fall die beiden Trilogien von Kai Meyer, die sich um das Wolkenvolk und um die fließende Königin drehen. Außerdem lese ich sehr gerne von Cornelia Funke die Trilogie der Tintenwelt.

Linnéa Rohde (14) aus Hahnstätten

Linnea RohdeWas glaubst du, zeichnet ein gutes Jugendbuch aus?
Ich denke, ein gutes Jugendbuch sollte den Leser/die Leserin mitreißen. Man sollte die eigene Welt vergessen können und sich in die Hauptperson/en hineinversetzten können. Egal ob Reality oder Fantasy, ob Thriller oder Liebesroman, wenn man noch Tage, nachdem man das Buch gelesen hat, darüber nachdenkt, hat es einen richtig fasziniert.

Was ist dein absolutes Lieblingsbuch?
Das ist eine schwere Frage. Ich habe in letzter Zeit so viele tolle Bücher gelesen, z. B. „Im Fluss“ von Marlene Röder, „Asphalt Tribe“ von Morton Rhue, „Das blaue Mädchen“ von Monika Feth oder „Die Schwester der Zuckermacherin“ von Mary Hooper. Aber mein absolutes Lieblingsbuch ist dann wohl „Isola“ von Isabel Abedi. Sie vereint in dem Buch Spannung, Probleme und Liebe zu einer abgedrehten, aber vielleicht gerade deshalb fesselnden, supertollen Geschichte.

Johanna Schuchmann (16) aus Hundsangen

Johanna SchuchmannWas glaubst du, zeichnet ein gutes Jugendbuch aus?
Ich denke, ein gutes Buch sollte zum Nachdenken anregen. Ich mag keine Bücher, die man liest, weg legt und dann vergisst. Die Sprache sollte dem Thema angemessen und die Figuren möglichst real sein. Ein Buch ist gut, wenn ich mit den Figuren lachen, weinen und hoffen kann.

Was ist dein absolutes Lieblingsbuch?
"Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery, "Beim Leben meiner Schwester" von Jodi Picoult, "Der Vorleser" von Bernhard Schlink

Rosa Schwenger (15) aus Dannstadt

Rosa SchwengerWas, glaubst du, zeichnet ein gutes Jugendbuch aus?
Die Personen sollten authentisch wirken und ausführlich charakterisiert sein. Die Handlung sollte interessant und spannend erzählt werden, der Leser sollte sich mit dem Handeln der Personen identifizieren können. Natürlich sollte das Buch auch zum Nachdenken anregen, es braucht nicht immer ein „Happy End“.

Was ist dein absolutes Lieblingsbuch?
Ich habe eigentlich kein Lieblingsbuch, aber zur Zeit lese ich gerne die Bücher von Mats Wahl.

Anna Gündra (15) aus Mutterstadt

Anna GündraWas glaubst du, zeichnet ein gutes Jugendbuch aus?
Ich finde ein gutes Jugendbuch sollte auf jeden Fall spannend geschrieben sein. Es sollte jedoch nicht von unrealistischen Problemen der Personen oder unrealistischen Handlungen handeln.
Ich lese zwar gerne Fantasy-Bücher, doch diese können trotzdem sehr real wirken und ich kann mich gut in das Geschehen hineinversetzen.

Was ist dein absolutes Lieblingsbuch?
Ein direktes Lieblingsbuch habe ich nicht, aber ich finde dass „Harry Potter 1-7", „Wie Spucke im Sand", „Der Himmel über Darjeeling" sowie Mary Hoppers und Dan Browns Bücher hervorragend geschrieben sind.

Wie vergaben den Preis an:

  • ein belletristisches Jugendbuch (Roman oder Erzählungsband)
  • eines/einer lebenden deutschsprachigen Autor/Autorin
  • das im Jahr 2007 (!) zum ersten Mal veröffentlicht wurde.

Die Auszeichnung ist mit 2.000 Euro und einer Trophäe, der "Goldenen Leslie", verbunden. Namensgeber des Preises ist das Maskottchen der Kampagne "Leselust in Rheinland-Pfalz", die Leseratte "Leslie".

Die Nominierungsliste

Unsere Vorjury nominierte folgende vier Titel für die Endrunde:

  • Kirsten Boie: Alhambra. Hamburg: Oetinger 2007
  • Thomas Fuchs: Unter Freunden. Stuttgart: Thienemann Verlag 2007
  • Waldtraut Lewin: Drei Zeichen sind ein Wort. München: cbj 2007
  • Andreas Schendel: Dann Tu es doch. München: Nagel und Kimche 2007

Unsere Vorjury bestehend aus Jürgen Heimbach (Redakteur beim ZDF), Angela Magin (Stadtbücherei Speyer), Jannis Plastargias (Pädagoge), Ingo Rüdiger (LiteraturBüro Mainz), Katja Theiß (kjl-online), Irene Wiesner (Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz) und Dr. Yvonne Wolf (Universität Mainz) hat diese Titel aus über 50 Einsendungen ausgewählt.

Die Publikumsstimme ging an Andreas Schendel "Dann tu's doch".

Die Goldene Leslie

Mit dem Jugendbuchpreis "Goldene Leslie" möchten wir jedes Jahr ein aktuelles deutschsprachiges Jugendbuch auszeichnen. Der Jugendbuchsieger bekommt einen Geldpreis und die Trophäe "Goldenen Leslie".

Verliehen wird der Preis dieses Jahr am 19. November 2008 in Mainz. Benannt ist der Preis nach dem Maskottchen der Kampagne "Leselust in Rheinland-Pfalz", der Leseratte Leslie.

Goldene Leslie 2008 - Fotos der Preisverleihung

Verleihung

Jugendjury mit Herrn Feld

Frau Hampel und Frau Reiß

die Jugendjury

die Jury im Gespräch

die Jury im Gespräch

Die Jury mit Publikum

Verleihung der Goldenen Lelsie

Frau Lewin im Gespräch

Lesung von Frau Lewin

Frau Lewin signiert

Blick ins Publikum

 

Archiv

Goldene Leslie 2006, Goldene Leslie 2007, Goldene Leslie 2008, Goldene Leslie 2009, Goldene Leslie 2010, Goldene Leslie 2011, Goldene Leslie 2012, Goldene Leslie 2013, Goldene Leslie 2014, Goldene Leslie 2015