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Goldene Leslie

Der Preisträger

Rolf Lappert

Rolf Lappert wurde 1958 in Zürich geboren und wuchs in Zofingen und Olten auf. Mit 16 verließ er die Schule und absolvierte eine Ausbildung zum Grafiker. Anfang der 80er Jahre legte er mit „Folgende Tage“ seinen ersten Roman vor. Danach folgten weitere Bücher, unter anderem „Die Gesänge der Verlierer“ (1995) und „Nach Hause schwimmen“ (2008), für den er den Schweizer Buchpreis erhielt. Zwischenzeitlich betrieb Lappert einen Jazz-Club, schrieb Drehbücher für eine Sitcom und reiste viel. Seit 2000 lebt Rolf Lappert als freier Schriftsteller in der irischen Stadt Listowel.

Das Buch

„Pampa Blues“, Hanser Verlag 2012, 256 Seiten

Der 16-jährige Ben sitzt in dem verschlafenen Nest Wingroden fest, wo es nicht viel mehr gibt als eine Tankstelle, den Baggersee und die schöne Friseurin Anna. Als der Visionär Maslow Nachrichten von einem UFO verbreitet, um den Ort in eine Pilgerstätte zu verwandeln, taucht Lena mit ihrer Kamera auf. Maslows Plan scheint zu funktionieren. Doch dann treibt das UFO in den Nachbarort ab, Polizei und Presse kommen wegen eines Mordverdachts, Lena ist gar keine Journalistin – und Ben ist verliebt…

Jurybegründung

„Lebendig und liebevoll erzählt das Buch“, so die Jugendjury, die Geschichte von Ben, der in dem kleinen Kaff Wingroden bei seinem Großvater lebt und dort wider Willen eine Gärtnerlehre macht. Besonders hervorzuheben seien die skurril und witzig gezeichneten Einwohner des Dorfes, die dem Roman eine besondere Würze verliehen. Gleichzeitig rühre das Buch aber auch an, wenn es zum Beispiel von der zunehmenden Demenz des Großvaters erzählt. Insgesamt sei das Buch eine äußerst lesenswerte „coming-of-age“-Story, die einen tief in die Geschichte der verschiedenen Figuren eintauchen lasse und, so die Jury, „immer etwas bietet, worüber man nachdenken, lachen aber auch weinen kann“. „Pampa Blues“ sei ein Buch, das sicher bei Vielen die Leselust wecken könne und damit ein würdiger Preisträger der diesjährigen „Goldenen Leslie“.

Der Preis

Der Jugendbuchpreis „Goldene Leslie“ wird verliehen an:

  • ein belletristisches Jugendbuch (für das Alter ab 12), eines/einer lebenden deutschsprachigen Autors/Autorin, das im Jahr 2012 zum ersten Mal veröffentlicht wurde.
  • Ausgeschlossen sind Erzählungs- und Lyrikbände, Theaterstücke, Anthologien, Sachbücher, Reihentitel sowie Bücher, die im Eigenverlag erschienen sind.
  • Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird im November 2013 in Mainz verliehen.

Vorschlagsrecht

Ein Vorschlagsrecht für den Jugendbuchpreis haben:

  • Verlage sowie Jugendbuchautorinnen und -autoren. Die entsprechenden Titel (max. drei Titel pro Verlag/Autor) sind in drei Exemplaren einzureichen. Eine Rücksendung der Bücher ist nicht möglich. Der Einsendung sollten Biobibliografien der Verfasser sowie Kontaktdaten (Anschrift, Telefon, E-Mail) beigefügt sein. Die Unterlagen bitte senden an:

    LiteraturBüro Mainz, Dietmar Gaumann, Zitadelle/Bau E, Am 87er Denkmal, 55131 Mainz

Die Ausschreibung ist beendet

Ermittlung des Preisträgers

  • Ein Vorjury ermittelt bis Anfang Juni 2013 aus den eingesendeten Vorschlägen eine Vorauswahl, die der Jugendjury zur Entscheidung vorgelegt wird.
  • Die Jugendjury, die aus acht rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schülern im Alter von 12 bis 16 Jahren besteht, ermittelt im September 2013 den Preisträger. Als neunte Stimme wird eine Publikumsstimme (Stimmabgabe von rheinland-pfälzischen Schülern unter www.leselust-rlp.de) hinzuaddiert. Der Preis geht an das Buch, das die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann (einfache Mehrheit).

Archiv

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