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Einführung

Dass Lesen ein Basis-Medium unserer Kultur ist, ist jedem klar:

  • Wer liest, kann sich besser ausdrücken, hat beim Lernen mehr Erfolg und kommt dadurch im Beruf weiter.
  • Wer liest, entwickelt Fantasie und Kreativität, profitiert von den Erfahrungen anderer und erschließt sich Kultur.
  • Kinder die lesen, aktivieren nicht nur ihre Fantasie, sondern lernen Schwierigkeiten besser zu bewältigen. Ängste vor dem Verlassensein, dem Anderssein etc. sind nicht mehr so bedrohlich, wenn Kinder erfahren, dass diese Ängste in Geschichten lebendig werden und auch verarbeitet werden können.
  • Durch das Lesen machen sie sich ihre eigenen Gedanken, was die wesentliche Voraussetzung für Erfolg in Schule und Beruf ist. Kinder, die Spaß am Lesen haben, lernen leichter, da sie in Worte fassen können, was sie bewegt und wie sie für ihren Standpunkt argumentieren müssen.


Die Vermittlung des Spaßes am Lesen kann aber nur gelingen, wenn Elternhaus und Schule kooperieren. Nur wer auch zu Hause in einem "lesefreundlichen Klima" aufwächst erfährt, welche Bedeutung das Lesen für Bildung und Persönlichkeit hat. Aber gerade wenn es um das Lesen geht, tun sich viele Eltern und Lehrer schwer.

  • Wie kann man das Lesen attraktiv machen?
  • Was sollen Kinder lesen?
  • Wie ist man selbst ein gutes Vorbild?


Kinder sind bei der Auseinandersetzung mit Büchern noch sehr auf die Anteilnahme und Hilfe von Erwachsenen oder anderen Kindern angewiesen. Der Geschmack der Erwachsenen bestimmt oft die Buchauswahl für die Kinder - doch deren Maßstäbe sind nicht die der Kinder. Das Angebot an Kinderbüchern hat sich in den letzten Jahren wesentlich erweitert. Kinder sollen und wollen sich mit Büchern auseinandersetzen, die Probleme von heute widerspiegeln. Das Bücherangebot sollte möglichst vielseitig sein, um verschiedene Interessen der Kinder anzuregen, sie mit dem Reichtum der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten vertraut zu machen und ihnen erste Eindrücke von der Vielfalt der Welt zu vermitteln. Die Auffassung, dass Mädchen andere Bücher brauchen als Jungen, ist überholt. Sie haben beide ähnliche Interessen – und die gesellschaftlichen Veränderungen erfordern es heute auch, dass sich Mädchen und Jungen mit den gleichen Problemen auseinandersetzen. Da Bücher zum Alltag des Kindes gehören, sollte ihnen der Zugang möglichst leicht gemacht werden.

Kinder brauchen die Möglichkeit, ihre Bücher übersichtlich aufzubewahren: möglichst an einem leicht erreichbaren Platz, an dem sie sie leicht finden, sei es ein Schrank, eine Schublade oder ein Regal. Diese erste Ordnung kann den Grundstein für eine spätere eigene Bibliothek bilden. Am besten stellt man in die Nähe einen bequemen Lehnstuhl oder ein gemütliches Bett auf, damit sich das Kind eine entspannte Umgebung schafft, in der es sich ungestört und mit Genuss auf das Buch konzentrieren kann. Kinder brauchen Zeit, um sich in Bücher zu vertiefen. Beim Lesen sollten sie nicht unmittelbar gestört werden, da die Fähigkeit, sich in eine Sache zu vertiefen und sich darauf zu konzentrieren, durch den Umgang mit Büchern gefördert werden kann.

Tipps für Lehrer/innen
Tipps für Eltern